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Mit einer Spende von 150 € – erwirtschaftet aus dem Verkauf selbst hergestellter Speisen bei den Weltethostagen am JKG – haben zwei Projektgruppen ein Projekt im Niger unterstützt, das von EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst e. V. aus Neuwied unterstützt wird. Dabei geht es darum, 3.000 Familien in den südlichen Regionen Dosso und Filingue mit innovativen landwirtschaftlichen Methoden vertraut zu machen, die den negativen Folgen des Klimawandels entgegenwirken, nämlich abnehmenden Niederschlagsmengen aufgrund der seit 2000 um 1,5 Grad gestiegenen Temperatur und dadurch verstärkter Wüstenbildung. 80% der nigrischen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, aber nur 12% der Landesfläche sind ackerbaulich nutzbar. Außerdem wächst die Bevölkerung sehr schnell. Da ist es umso wichtiger, dass die Erträge stabilisiert und gesteigert werden. Dies wird durch eine Reihe von Maßnahmen erreicht:

  • Bei der Agroforstwirtschaft werden Akazien zwischen die Hirsefelder gepflanzt. Die Baumwurzeln verbessern den Boden, er hält mehr Feuchtigkeit. Außerdem bieten die Bäume Schutz gegen Erosion und spenden Schatten für Ziegen und Rinder. Der Spendenbetrag reicht beispielsweise aus, um Baumsetzlinge für 1 Hektar zu kaufen und zu pflegen.
  • Steinwälle auf Feldern verhindern den Abfluss von Wasser nach starken Regenfällen. Das Wasser kann dann versickern, so dass auch versiegte Brunnen reaktiviert werden.
  • Auf unfruchtbaren Äckern bewusst angelockte Termiten graben unzählige Gänge in den Boden, so dass er nach einem Regen das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen kann.

In der Region Téra im Westen des Niger sind auf diese Weise die Erträge verdoppelt worden. So wurde Hungerkrisen vorgebeugt und sind Bleibeperspektiven für junge Leute geschaffen.

Mit den Spendengeldern werden auch Feldwerkzeuge (Hacke, Spaten etc.) angeschafft – ein Set kostet 60 € – und Materialien für eine Schulung in Agroforstwirtschaft und Erosionsschutz erstellt (dafür werden jeweils 40 € benötigt).

Bei dem einen Weltethosprojekt „Die Welt durch die Küche verändern“ unter Leitung von Dr. Andreas Gnekow ging es um zwei Fragen:

  • Wie sollten wir uns ernähren, dass auch arme Menschen in anderen Ländern satt werden können?
  • Wie sollten wir uns ernähren, dass wir das Weltklima möglichst wenig nachteilig beeinflussen?

Das andere Weltethosprojekt „Taste the waste“, geleitet von Oliver Turba, hatte sich zum Ziel gesetzt, Obst und Gemüse mit Druckstellen, das einen Tag später aus den Regalen genommen und entsorgt worden wäre, zu testen und zu verarbeiten.

V.i. S. d P.: Dr. Andreas Gnekow, Oliver Turba